Unser Pecorino

pecorino

Heute werden wir von dem Pecorino Wein reden, eine örtliche weiße Rebsorte aus den Marken, schon immer auf den „Monti Sibillini“ angebaut, an der Grenze zu Umbrien, der für sehr lange Zeit nicht berücksichtigt wurde und nur in den letzten 20 Jahren wieder seine rechtmäßige Anerkennung erlangt hat.

Seine Herkunft kann allerdings nur angenommen werden: einige meinen er stammt vom zweiten Jahrhundert v. Chr. dank überlieferter Schriften von Marcus Porcius Cato, sowohl wie Schriften aus dem Mittelalter, dank spezifischer Referenzen in den Statuten von Norcia in Umbrien über Weinbergbesitzer von den Pecorino-Reben der Zeit.

 Von den Marken verbreitet er sich langsam in den Süden, in den Abruzzen; hier fand er optimale pedoklimatischen Bedingungen, um qualitative Fortschritte zu machen. Jedoch wurde er nie so gewürdigt wie verdient, sei es wegen der hohen Produktivität pro Hektar, oder weil er als Weinverschnitt benutzt wurde.

Derselbe Name, wurde Gegenstand von Untersuchungen und sympathischen Recherchen, die uns immer mehr glauben ließen das es eine Verbindung zwischen den Weinanbau und die Schäferei gab, die in der Zeit bis zu Apulien hinreichte.

Wie glaubwürdig diese Hypothese ist, kann niemand sagen: ob es der Lieblingswein der Schäfer war, oder ob er minderwertig und für einfache Leute (wie die Schäfer) bestimmt war, oder ob er von ihnen gewöhnlich transportiert wurde, oder vielleicht hatte die Weintraube die typische Schafsnasenform, oder ob die Schafe gerne diese Trauben genossen, auf jeden Fall, keiner wird es nie mit Sicherheit wissen können.

Die Registrierung in den „Catalogo Nazionale delle Varietà di vite” (ein Katalog der verschiedenen Reben) fand 1970 statt, mit der darauffolgenden Verbreitung der Pflanze nicht nur in den Marken und Abruzzen, sondern auch im Latium und Apulien. Sein Anbau verringerte sich mit der Zeit und seine Ausbreitung lies nach, auf einer Seite wegen seiner frühen Reifung und auf der anderen wegen der niedrigen Erträge, die man erzielen konnte.

Eine Rebsorte aus der man einen gut strukturierten und beständigen Wein, aus einem Hellgelb mit grünen bis goldene Reflexe, abhängig von der Entwicklung. Er besitzt intensive fruchtige und blumige Düfte, mit wundervollen mineralischen und grasigen Noten, begleitet von einer frischen und angenehmen Würzigkeit, immer im Einklang mit einer warmen Sanftheit. Dieser Wein wird am besten kalt serviert, bei maximal 6-8 Grad, mit Aperitifs, Vorspeisen, Meeresfrüchte, vegetarische Speisen, weißes Fleisch und frische oder mittelgereifte Käsesorten.